BETONUNG DER VIELFÄLTIGEN AUFGABEN DER WÄLDER
Bei der Dritten Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa, die im Juni 1998 in Lissabon stattfand, wurden die sozioökonomischen Aspekte einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung besonders betont. In diesem Zusammenhang beschäftigte sich die Konferenz vor allem mit den Beziehungen und Wechselwirkungen zwischen Wald und Gesellschaft. Außerdem wurden wichtige Ergebnisse der Folgeaktivitäten von Helsinki bekräftigt. Unter dem Vorsitz von Portugal und Österreich unterzeichneten die 36 europäischen Staaten und die Europäische Gemeinschaft die zwei Resolutionen von Lissabon.
Darüber hinaus wurde durch die Unterstützung des gemeinsamen gesamteuropäischen "Arbeitsprogramms zur Erhaltung und Verbesserung der biologischen und landschaftlichen Vielfalt in Waldökosystemen, 1997 – 2000" (Arbeitsprogramm für biologische Vielfalt) die Zusammenarbeit mit dem Prozess der Ministerkonferenz „Umwelt für Europa“ begründet.
Bei der Lissabonner Konferenz entschieden die Minister außerdem, ein Arbeitsprogramm zur Umsetzung aller bis dahin gefassten Beschlüsse zu erstellen. Dieses Arbeitsprogramm der MCPFE wurde im Oktober 1999 angenommen. Es umfasst über 40 Aktionen zu gemeinsamen, gesamteuropäischen Fragen. Diese Aktionen erstrecken sich von der biologischen Vielfalt in Wäldern und der Klimaveränderung über die ländliche Entwicklung bis hin zu den spezifischen Bedürfnissen der mittel- und osteuropäischen Länder. Das Arbeitsprogramm der MCPFE spricht auch wichtige forstpolitische Instrumente wie nationale Forstprogramme und Kriterien und Indikatoren für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung an.
Das Arbeitsprogramm wird nicht nur von den Teilnehmern der MCPFE und der Liaison Unit, sondern auch von einer Vielzahl von im Bereich der Forstwirtschaft tätigen internationalen Organisationen und Institutionen umgesetzt. Darin kommt das herausragende Merkmal der MCPFE zum Ausdruck, nämlich ihre Fähigkeit, eine wirksame Kooperation im Bereich Wald und Forstwirtschaft zu initiieren und intensivieren.


